Englisch


Die  Geschichte  der  Rosensammlung  auf Wilhelmshöhe

von Dr. Wernt Grimm




Vorgeschichte der Rosensammlung

Die von Kasseler Rosenliebhabern im Verein Deutscher Rosenfreunde nach einer Vereinbarung mit der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten in Hessen
Abb.1  Rosa canina
Abb.1 Rosa canina
neu aufgepflanzte Strauchrosensammlung hat eine lange Vorgeschichte.

Um 1143 wurde am Rande des Habichtswaldes, oberhalb von Kassel, ein Kloster gegründet, das nach einem Quarzitfelsen "Weißenstein" genannt wurde. Die Mönche und später die Nonnen dieses Klosters bauten, wie damals in Klöstern üblich, Heilpflanzen in ihrem Kloster an. Hierzu gehörten auch die heimischen Wildrosen, die Hundsrose (Rosa canina), die Apfelrose (Rosa villosa), die Weinrose (Rosa rubiginosa) und die Essigrose (Rosa gallica). Später mag dieser Bestand um die gefüllten Rosen (Rosa x alba und Rosa x damacscena) erweitert worden sein.
Abb. 2 Landgraf Moritz
Abb. 2 Landgraf Moritz

Im Jahre 1606 baute Landgraf Moritz von Hessen-Kassel (1592-1627) an die Stelle des 1526 aufgelösten Klosters ein Jagdschloss und legte um dieses einen Park an. Schon der Vater von Landgraf Moritz, Wilhelm IV. (1567-1592), war nicht nur ein anerkannter Astronom und Mathematiker sondern auch ein eifriger Botaniker.
Abb. 3 Landgraf Wilhelm IV
Abb. 3 Landgraf Wilhelm IV
Er führte eine umfangreiche botanische Korrespondenz, die zum Teil erhalten ist und aus der wir den Pflanzenbestand seines im Jahre 1568 angelegten Lustgartens in der Fuldaaue kennen. Dieser Park, heute Karlsaue genannt, kann als einer der frühen botanischen Gärten Deutschlands gelten. So schickte er - um nur die Rosen zu erwähnen - seiner Schwägerin Hedwig von Hessen-Marburg "etliche hundert Stöcke der doppelten Rosen und der weißen Rosen". 1590 bezog er vom Grafen Neuenaar 13 verschiedene Rosenarten. Mit anderen Sammlern tauschte er "Muskatrosen" aus.

Carolus Clusius, der bekannteste Botaniker dieser Zeit, mit dem Wilhelm IV. im Briefwechsel stand, berichtet, dass der Erbmarschall in Hessen, Georg von Riedesel, - wie sein Landesherr ein Liebhaber der "studii Herbarii" - in seinem Garten (Ludwigseck, Kreis Hersfeld-Rotenburg) eine der größten Rosen­sammlungen der Zeit hatte. Es ist wahrscheinlich, dass durch Landgraf Moritz, der das botanische Interesse seines Vaters geerbt hatte, die damals bekannten Rosen auch in dem Renaissancegarten im Park Weißenstein angepflanzt wurden.
Abb. 4 Oktogon mit Herkules
Abb. 4 Oktogon mit Herkules

Fast 100 Jahre später schuf Landgraf Carl (1670-1730), der Urenkel von Moritz, den großartigen barocken Park mit dem Riesenschloss des Herkulesauf der Höhe des Habichtswaldes, den Kaskaden, den Wasserspielen und den großen Alleeachsen. Zum barocken Park gehörten keine Rosen, sie wurden erst in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts als Gartenpflanze wiederentdeckt.
Zuerst wird beim Schloß Weißenstein um die Mitte des 18. Jahrhunderts ein
Abb. 5 Landgraf Carl
Abb. 5 Landgraf Carl

Rosenlaubengang erwähnt, das sogenannte 'Berceau', wahrscheinlich bepflanzt mit der Tapetenrose, R. turbinata = R. x francofurtana, einer Hybride der R. gallica.








Landgraf Friedrich II. und sein Hofgärtner Daniel August Schwarzkopf gestalten den Park Weißenstein zu einem Landschaftspark um und legen die Rosensammlung an.

Abb. 6  Landgraf Friedrich II

Landgraf Friedrich II. (1760-1785) war ein Regent in der Zeit der Aufklärung und des Merkantilismus. Aus dem Siebenjährigen Krieg (1756-1763), nach Abzug der Franzosen aus Kassel, in seine Residenzstadt zurückgekehrt, ver­suchte er durch Reformen und durch Förderung der Wirtschaft seines Landes die Schäden des Krieges auszugleichen. Besondere Anstrengungen wurden für die Entwicklung der Landwirtschaft und des Obst- und Gartenbaus ge­macht. (Quelle 1)
Gleichzeitig wurde aber auch die Repräsentation für einen absolutistischen Fürsten außen- und innenpolitisch als zwingende Notwendigkeit angesehen; hierzu gehörte die Pflege von Architektur und Gartenkunst. Friedrich II. plante, das Jagdschloss Weißenstein, dem Zeitgeschmack entsprechend, als Sommerresidenz umzugestalten. (Quelle 24)
An die Stelle der strengen Architektur des Barock war eine völlig andere Auffassung der Gartengestaltung getreten. In England hatte der Gedanke 'Zurück zur Natur' in der Gartenkunst zuerst Ausdruck gefunden. Man schuf dort, angeregt auch durch chinesische Gärten, den Park als eine romantisch gestaltete Landschaft. Diese neue Richtung in der Gartenkunst nannte man den 'Englischen Landschaftsgarten'.
Der Park Weißenstein in seiner bewegten Hanglage, mit seinem Wasserreichtum, bot vielfältige Möglichkeiten zur Anlage eines Landschaftsparks mit Sammlungen von Bäumen und Sträuchern aus der ganzen Welt.





Standort des künftigen Rosengartens.

Abb. 7  Johann Heinrich Tischbein d.Ä. Schloss und Park Weißenstein
von Südwesten, 1766


Zur Gestaltung dieses Parks suchte Friedrich II. einen Gartenmeister, der die neue "englische Gartenkunst" beherrschte. Der größte deutsche Baumschuler der Zeit, Herr von Veltheim aus Harbke bei Helmstedt, empfahl dem Landgrafen den Gärtner Daniel August Schwarzkopf, der bei ihm und dem bekannten englischen Gartenmeister Philip Miller in Chelsea, London, ausgebildet worden war. Schwarzkopf wies bei seiner Anstellung auf die Wichtigkeit einer Verkaufsbaumschule zur Erhaltung eines Landschaftsparks hin. Dieser Vorschlag kam den merkantilen Vorstellungen des Landgrafen entgegen. Es erwies sich in der Zukunft, dass Schwarzkopf mit seinem Vorschlag Recht hatte, die Verkaufsbaumschule wurde eine der größten in Deutschland, und ohne sie wäre die Vielgestaltigkeit in der Bepflanzung des Weißensteiner Parks nicht denkbar gewesen. (Staatsarchiv Marburg: Schwarzkopf).

Gleich nach der Anstellung Schwarzkopfs im Jahre 1766 wurden aus Harbke, aus Schwöbber, der von Münchhausenschen Baumschule, und aus England Pflanzensortimente bestellt, darunter auch Rosen. Den Rosen galt wohl die besondere Neigung des Fürsten und seines Hofgärtners. Gegenüber dem 17. Jahrhundert war die Zahl der verfügbaren Rosenarten und -sorten erheblich gestiegen.

Abb. 8 Carl Friedrich Bosse,
Plan von Weissenstein, 1776


Dr. Christoph Heinrich Böttger, Prorektor des Carolineums, Mediziner und Botaniker der damaligen Kasseler Hochschule, gab 1777 ein "Verzeichnis derjenigen fremden und einheimischen Bäume und Stauden, welche in den englischen Parks und Gärten des Fürstl. Lustschlosses Weißenstein befindlich sind" heraus. Er beschreibt dort neben Bäumen und Sträuchern 25 Rosenarten (siehe Anhang) und erklärt zum Schluss der Rosenbeschreibungen: "Ich würde meine Absicht weit verfehlen, wenn ich mehrere Rosen anführen wollte. Doch kann ich auch nicht übergehen, daß Serenissimus schon hier unter anderen besonderen Rosenpflanzschulen auch Rosengärten haben anlegen lassen, wo der Fleiß des Hofgärtners nebst den vielen Arten mit Inbegriff ihrer Spielarten über 100 bauet..." (Quelle 6)
In dem Taschenbuch für Gartenfreunde von Becker aus dem Jahre 1783 (Quelle 5) wird eine Zusammenstellung der Verkaufsgehölze der Baum­schulen in Schwöbber, Harbke und Weißenstein gegeben. Leider werden hier die Weißensteiner Rosen nicht einzeln aufgeführt, es heißt lediglich: "Außer diesen Bäumen und Sträuchern besitzt Herr Schwarzkopf eine der reichsten und ausgesuchtesten Sammlungen von Rosen."
Der Nachfolger von Böttger am Carolineum, Conrad Mönch, veröffentlichte 1785 ein neues Verzeichnis der ausländischen Bäume und Stauden des Schlosses Weißenstein. Mönch schreibt in seiner Vorrede: "...der jetzige Hofgärtner, Herr Schwarzkopf, ist der erste, der die Fremdlinge hier ange­zogen hat... Diese Gartenmode stiftete indessen vielen Nutzen. Europa hat seit der Römer Zeiten nicht so viele neue und allgemein nutzbare Pflanzen erhalten, wie durch diesen veränderten Gartengeschmack." Unter Mönchs Beschreibung der Rosen im Park - er spricht von 150 verschiedenen Sorten aus 49 Arten - heißt es: "Seit 12 Jahren hat Herr Schwarzkopf jährlich von vielen hier befindlichen Arten ausgesäet und davon manche merkliche Abart erhalten." (Quelle 21)
In den "Briefen eines Reisenden über den gegenwärtigen Zustand von Cassel" schreibt 1781 Freiherr von Günderode in seinem Brief über den Park Weißenstein: "Rosen hat man auch in großer Menge und von so vielfältigen Arten, als man sie vielleicht nirgends versammelt antreffen wird und was auch sonst noch ungewöhnlich, nehmlich Rosen ohne Stacheln. Bei dem dasigen geschickten und besonders auch in der Baumzucht sehr erfahrenen Hofgärtner Herrn Schwarzkopf sind viele Gattungen dieser Bäume und Rosen um einen sehr billigen Preis zu haben, wie aus dem davon gedruckten Verzeichnis zu ersehen ist." (Quelle 9) Es gab also schon 1781 ein gedrucktes Verzeichnis der Rosen, das bisher nicht gefunden werden konnte. Unter der Rosensammlung im Park Weißenstein darf man sich kein geschlossen aufgepflanztes Rosarium vorstellen. Die Rosen standen als Gehölze in Verbindung mit anderen Gehölzen an verschiedenen Stellen im Park, und sie standen in der Baumschule zur Weiterzucht und zum Verkauf.

Abb. 9 (Ausschnitt von Abb. 8)


Es gab allerdings einen 1767 angelegten Rosengarten, von dem die Gartenverwaltung Wilhelmshöhe eine Handzeichnung

Abb. 10 Handzeichnung

 besitzt, die auch Holtmeyer in seinem Buch über den Striederschen Bericht von der Umgestaltung des Parks zum Landschaftsgarten wiedergibt. (Quelle 14) Es handelt sich hier um ein großes Rosenboskett, das dicht mit den damaligen Gartenrosen, meist hohen Strauchrosen, bepflanzt war. Aus einem Teich ergießt sich in Kaskaden ein Wasserfall in ein Becken, das auf einem ovalen Platz mit zwei Vogelvolieren mitten in den Rosen steht. Von einem anschließenden, mit einem Zelt überdachten Platz gehen vier Wege in das Boskett, damit man sich an den Rosen erfreuen und sie mit allen Sinnen wahrnehmen kann. Diese noch dem Rokoko verhaftete Anlage entsprach nicht den Vorstellungen des englischen Gartenstiles. Paetow (Quelle 24) schreibt darum: "Das Ganze birgt einen Widerspruch in sich, den man auf die Sorglosigkeit der Zeit in Stilfragen schieben muß. Das Alte hat seinen Reiz noch nicht völlig verloren, aber die neuen Landschaftsgedanken werden schon verwandt. Diese kleine (Rosen-) Anlage ist typisch, es fehlt ihr der ernste Stilwille!" Aus diesem Grund ließ wahrscheinlich Landgraf Wilhelm IX. 1786 die Anlage wieder entfernen.

Reste dieses Rosenbosketts zeigt ein Stich von Weise nach einem Gemälde von J. H. Tischbein d.Ä. (1788); es sind hier mannshohe Strauchrosen unterhalb des Weißensteinflügels des heutigen Schlosses zu sehen. Ein weiteres Bild von Tischbein zeigt Rosen in den Baumgruppen im Park.

Abb. 11 Kurfürst Wilhelm I

Als Landgraf Wilhelm IX. - ab 1803 Kurfürst Wilhelm I. - 1785 an die Regierung kam, wurde der Park Weißenstein endgültig in einen reinen Landschaftspark umgestaltet und anstelle des Schlosses Weißenstein das ab 1798 nach dem Landgrafen benannte Schloss Wilhelmshöhe gebaut.

Abb. 12  Johann Heinrich Tischbein d.Ä.
Schloss Wilhelmshöhe – Weißensteinflügel, Lac mit
Strauchrosen im Tal der Flora, 1786



Die Rosensammlung blieb dank der Baumschule nicht nur erhalten, sondern wurde erweitert. Auf die aus dem Trümmerschutt des abgebrochenen Schlosses Weißenstein am Ende des 'Lacs' 1789 aufgeschüttete 'Roseninsel' wurden Rosen in langen Reihen aufge­pflanzt, wie eine Guasch des Schweizer Landschaftsmalers Joh. Heinrich Bleuler aus dem Beginn des 19. Jahrhunderts zeigt.

Abb. 13  Johann Heinrich Bleuler, Lac mit Roseninsel
1816


Die "Perle von Weißenstein" - älteste deutsche Zuchtrose

Abb. 14 Salomon Pinhas:
Perle de WeissensteinI

Der Botaniker Dr. h.c. Gerd Krüssmann stellt in seinem 1974 erschienenen Werk 'Rosen, Rosen, Rosen' aufgrund verschiedener Quellenhinweise fest: "Der erste, der in Deutschland eine Rose benannte und offenbar auch 'gezüchtet' hatte, war der Hofgärtner des Landgrafen Friedrich II. von Hessen, Schwarzkopf, auf Schloß Weißenstein bei Kassel. Seine Rose hieß auch 'Perle von Weißenstein'. Schwarzkopf war seit 1766 Hofgärtner und legte auch das Rosarium an, das vermutlich das erste in Deutschland war." (Quelle 17)
Leider haben wir bisher das genaue Datum der Entstehung dieser ältesten deutschen Zuchtrose nicht feststellen können. Wir nehmen nach den Hin­weisen von Mönch die Zeit zwischen 1773 und 1785 an. Die Rose erscheint erst ab 1808 in verschiedenen deutschen und französischen Registern bzw. Verkaufskatalogen. Französische Register verballhornen den Namen in 'Perle de Vaseingtein'. Unter diesem Namen hat sie auch Jäger in sein Rosenlexikon übernommen. In dem berühmten Werk von Redouté und Thory wird sie als
"R. provins perle de Veisseuslein" erwähnt.

Schwarzkopf erzielte in Weißenstein/Wilhelmshöhe noch eine ganze Reihe weiterer Rosen, die aber leider wieder verschwunden sind. Rössig ließ in seinem schönen Bildwerk über die Rosen 1826 zwei dieser Rosen zeichnen, die R. holoserica regalis und die große Mohnkopfrose. (Quelle 27) Er schreibt zur ersteren: "Diese Sorte ist, soviel mir bekannt, zuerst in Napoleonshöhe (so hieß Wilhelmshöhe zur Zeit Jérômes 1807 bis 1814) von dem Gartendirektor Schwarzkopf aus Samen erzogen worden." Zur zweiten Rose stellte er fest, daß Schwarzkopf sie aus Samen der Rosa gallica zog. Nach den Bildern von Pinhas und den Baumschulkatalogen von 1811, 1819 und 1851 dürften auch die Rosen 'Belle de Weißenstein', 'Pourprée de Weißenstein', 'Rose Petite Hessoise', 'Rose Centifolie de Hesse' von Schwarzkopf gezogen worden sein. Mönch führt acht in Weißenstein erzielte Rosen an. In "Modern Roses 8" (1980) ist eine Rose 'Hessoise' (Rubiginosa, halbgefüllt, hellrot) aufgeführt. Eine Suche in Amerika war teilweise erfolgreich, eine einfach blühende 'Hessoise' wurde uns von dort zugesandt. Nach Simon/Cochet gab es zehn verschiedene R. rubiginosa-Hybriden dieses Namens.

 

Die 134 Rosenaquarelle von Salomon Pinhas

Abb. 15 Rosensammlung zu
Wilhelmshöhe, Nach der Natur
gemalt von Salomon Pinhas, 1815

Bei der Suche nach alten Plänen des Weißensteiner Rosengartens stießen wir in der Schlossbibliothek Wilhelmshöhe auf eine gebundene Sammlung von 133 Rosenaquarellen mit einem Titelbild.
Diese waren trotz ihrer farbigen Klarheit, ihrer anmutigen Schönheit und ihres botanischen Wertes bisher fast unbekannt geblieben. Das Sensationelle dieses Fundes ergriff uns, denn es gibt nur wenige Rosenmaler mit einem solch umfangreichen Werk. Die Rosen­sammlung in Wilhelmshöhe hatte damit, ähnlich wie Malmaison in Redouté, ihren Maler gefunden. Einmal fotografiert konnten uns die Aquarelle helfen, die in den damaligen Verzeichnissen unter recht unter­schiedlichen Namen aufgeführten Rosen zu identifizieren. Wir hatten uns die Aufgabe gestellt, anschließend an die noch auffindbaren Rosen der Sammlung Friedrichs II. an Pflanzbeispielen im Wilhelmshöher Park die Geschichte der Strauchrosen bis auf die heutige Zeit im Rahmen der uns möglichen Mittel darzustellen; jetzt kam die Aufgabe hinzu, die Bilder von Salomon Pinhas bekannt und nutzbar zu machen.
Salomon Pinhas, geboren im Februar 1759 in Bayreuth, stammte aus einer jüdischen Malerfamilie. Vater und Großvater waren bereits Maler. Er war seit 1788 beim Landgrafen und späteren Kurfürsten Wilhelm I. in Kassel als Hofminiaturmaler beschäftigt. Seine Aufgabe war die eines 'Hoffotografen', er malte Miniaturporträts der Mitglieder des Hofes und von Kasseler Bürgern und kopierte Bilder der Kasseler Galerie. Bekannt von ihm ist noch eine Serie von Uniformbildern der westfälischen Armee, die leider im Krieg verbrannt ist. Seine Miniaturen sind so verstreut, dass wir bisher, außer Abbildungen in der Zeitschrift 'Cicerone' (1916), von ihm keine weiteren Bilder entdecken konnten.

Abb. 16 Jerome Bonaparte,
König von Westfalen und seine Frau
Katharina von Württemberg
residierten in Kassel-Napoleonshöhe.

Die Idee, die Rosensammlung in Wilhelmshöhe malen zu lassen, stammt wohl vom Fürsten selbst. Nach einem im Staatsarchiv in Marburg liegenden Gesuch bittet Pinhas den Kurfürsten, "am Rosenbuch beschäftigt", 1806 um die Gewährung von weiterem Gehalt,

damit ihm die zukünftige Existenz in Kassel ermöglicht würde. Im gleichen Jahr muss der Kurfürst Kassel ver­lassen. Der Bruder Napoleons, Jérôme, zog als König von Westfalen von 1807 bis 1813 in das Schloss Wilhelmshöhe ein.

Nach Rückkehr auf seinen Thron ließ der Kurfürst 1815 die noch vorhandenen 133 Aquarelle mit einem Titelblatt versehen und binden. Seitdem stehen sie in den Bücherschränken des Schlosses. Nach dem Register dieses Bandes fehlen 17 Aquarelle. Eine Suche in Malmaison blieb ohne Erfolg. Interessant ist ein Vergleich mit den Rosenbildern von Redouté und dem Text von Thory. Redouté ist gleichaltrig wie Pinhas. Seine Rosenbilder erschienen mit einer Beschreibung des Botanikers Thory im Jahre 1817, während die Bilder von Pinhas keinen Kommentar besitzen. Die beiden Maler haben sicher nichts voneinander gewusst. Das Rosenwerk Redoutés wurde weltbekannt, die Aquarelle von Pinhas blieben lange unveröffentlicht. (Erst 2001 wurde sein Werk durch den Verlag Schnell und Steiner, Regensburg veröffentlicht.)

 

Wilhelmshöher Rosen nach Malmaison

Die Handschriftenabteilung der Kasseler Bibliothek erwarb 1983 einen Brief von Catherina, Königin von Westfalen, an ihre Schwägerin Joséphine, Kaiserin von Frankreich, vom 5. November 1809, der sich auf eine Rosensendung von Kassel nach Malmaison, dem Schloss der Kaiserin bei Paris, bezieht. Es heißt hier übersetzt:
"Der König, meine liebe Schwester, konnte die Rosen nicht mitnehmen, weil die Eile der Abreise, den Aussagen der Gärtner nach, den Pflanzen geschadet hätte. Ich lasse sieheute an die Anschrift von Mr. de la Valette senden, der sie Ihnen übergeben wird.

Abb. 17 Brief von Catherina, Königin von Westfalen
an ihre Schwägerin Joséphine, Kaiserin von Frankreich

Der König ist gestern Abend abgereist. Sie kennen mich genügend, meine liebe Schwester, um zu fühlen, wie sehr ich heute traurig und bedrückt bin, um so mehr als diese Reise, die den König mit Ihnen zusammenführt, für mich doppelt angenehm gewesen wäre. Denken Sie wenigstens an mich, sprechen Sie von mir, von meinen Gefühlen und meiner Ergebenheit für den Kaiser, und seien Sie überzeugt, meine liebe Schwester, dass  niemand Sie zärtlicher lieben kann als Ihre sehr ergebene Schwester Catherina."

 

Abb. 18 Kaiserin Josephine in Malmaison

Da anzunehmen ist, dass dies nicht die einzigeRosensendung war, scheint zwischen der Rosensammlung in Wilhelmshöhe und der berühmten Rosensammlung der Kaiserin Joséphine in Malmaison ein Rosenaustausch statt­gefunden zu haben. Dies erklärt auch das namensgleiche Vorkommen sonst nicht üblicher Rosen in Wilhelmshöhe und Malmaison. Die Rosensammlung in Malmaison war genau wie die Sammlung in Wilhelmshöhe verlorengegangen. Beide Sammlungen sind im Aufbau. J. Gravereaux hat schon zu Beginn unseres Jahrhunderts versucht, den Rosenbestand von Malmaison zur Zeit der Kaiserin festzustellen. Was er an Pflanzen wiederfand, pflanzte er in L' Hay-les-Roses bei Paris auf. Unter diesen Rosen sind einige, die auch Pinhas in Wilhelmshöhe gemalt hat, wie 'Beauté Touchante', 'Belle Parade', 'Belle sans Flatterie', 'Couleur de Chair', R. x francofurtensis, 'Feu amoureux', 'Illustre', 'Incomperable', 'Nouvelle Blanche', 'Nouvelle Gagnée'.

 

10.000 Rosen für den Park Wilhelmshöhe

Abb. 19 Kurfürst Wilhelm II

Im Jahre 1825, also 60 Jahre nach der Erstanlage der Rosensammlung Landgraf Friedrichs II., stellte Kurfürst Wilhelm II. fest, dass die Rosensammlung seines Großvaters einer Neuanlage vor allem mit den damals in Mode gekommenen Hochstämmen bedurfte.

Er verfügte, dass sämtliche Hofgärtnereien im Kurstaate 10.000 Rosen für den Park Wilhelmshöhe heranzuziehen hätten. Dieser Verfügung war kein voller Erfolg beschieden. Im Staatsarchiv Marburg befindet sich eine dicke Akte, in der alle Verfügungen und Erklärungen zu diesem 'Rosenkrieg' gesammelt wurden. Jede der 14 Hofgärtnereien fand immer wieder neue Erklärungen, warum sie die auf­erlegten Lieferverpflichtungen nicht erfüllen konnte. Schließlich ver­schwieg der Hofgärtner Schmidtmann aus der Karlsaue Kassel 300 Rosenstöcke, um seinen Bereich nicht völlig zu entblößen.
Zum Unglück von Schmidtmann, der für den ganzen Fehlschlag büßen musste, heißt es unter dem 9.5.1827 : "Seine Königliche Hoheit der Kurfürst haben soeben allerhöchst befohlen, daß der Hofgärtner Schmidtmann sofort auf unbestimmte Zeit bei Wasser und Brot in Hofarrest gesetzt werde, weil er 300 Rosenstöcke, welche er in seinen Gärtnereien gehabt, nicht angegeben habe..."

 


Die Auflösung der Wilhelmshöher Rosensammlung

Aus dem Jahre 1851 liegt nochmals ein gedrucktes Verkaufsverzeichnis der Wilhelmshöher Baumschule vor, das die ganze Reichhaltigkeit des Rosen­angebotes mit 153 verschiedenen Rosensorten zeigt (Quelle 4).

Abb. 20
Plan von Wilhelms-Höhe bei Kassel, 1810

Im Jahre 1866 wurde Kassel preußisch und das Wilhelmshöher Schloss in der Folge Sommerresidenz der Hohenzollern. Die Baumschule wurde um 1870 aufgelöst, damit entfiel auch die Grundlage für die ständige Erneuerung der Rosensammlung im Park. Die Rosen gingen mit der Zeit bis auf wenige Exemplare, die man noch hier und da im Park finden kann, verloren.

Zeugnisse von der Bedeutung der Wilhelmshöher Rosensammlung und Baumschule geben Döll und Nietner in ihren bekannten Rosenbüchern des vorigen Jahrhunderts.

Wilhelm Döll schreibt in 'Der Rosengarten', Leipzig 1855 (Quelle 7):
"Deutschland ist in Paul's 'Geschichte der Rosen' ganz unerwähnt geblieben. Ob mit Recht? In der älteren Zeit waren die Sammlungen zu Kassel berühmt, und noch mancher alte, nun bejahrte Rosenfreund wird sich der 'Perle von Weißenstein' und mancher anderen dort entstandenen Rarietät erinnern."

Th. Nietner, königlicher Hofgärtner in Potsdam, berichtet in seinem 1880 erschienenen 'Rosenbuch': "Wir mußten uns (bei der Anlage des Rosengartens vor dem Orangeriehaus in Sanssouci) sagen, daß 800 Stämme jetzt im Frühjahr wohl kaum noch in einem Etablissement in genügender Qualität zu haben sein werden, weshalb wir unsere Bestellungen in gleicher Weise in Hamburg, Abtnaundorf, Tetschen und Cassel machten; bei Herren, die uns persönlich bekannt und von denen wir wußten, daß wir nur gute Ware trotz der fortgerückten Jahreszeit bekommen würden." (Quelle 23)

Dem Gartenmeister Vetter, der 1866 von der preußischen Verwaltung übernommen wurde, und dem Gartendirektor Wilhelm Hentze ist ein großer Teil des heutigen älteren Baumbestandes in Wilhelmshöhe zu danken. Vetter versuchte auch den Rosenbestand im Park wieder aufzufrischen und legte 1869 Versuchsgärten für neue Rosensortimente an. Sein Denkmal steht vor dem großen Gewächshaus in Wilhelmshöhe. Er wurde 1891 zum Hofgärtner in Potsdam ernannt (Quelle 10).

Auch nach seiner Zeit sollen auf der Roseninsel, die dem Kaiserlichen Hof als Privatgarten vorbehalten blieb, noch Rosengruppen gepflanzt worden sein. Dies zeigen auch Postkarten. Die große Zeit der Wilhelmshöher Rosen­sammlung war jedoch mit der Schließung der Verkaufsbaumschule vorbei.

Zur Bundesgartenschau 1955 und später sind einzelne Rosengruppen neu gepflanzt worden.

Wer die wechselvolle Geschichte dieser Rosensammlung gelesen hat und den landschaftlich außerordentlich reizvollen Standort kennt, wird verstehen, dass  Rosenfreunde in dem Wiedererwecken der Rosentradition im Park Wilhelmshöhe eine Aufgabe sehen.

 

Die neue Strauchrosen-Sammlung im Park Wilhelmshöhe
(Abgedruckt mit der freundlichen Genehmigung des Eugen Ulmer Verlages aus dem Buch „Alte Rosen und Wildrosen“von Anny Jacob, Hedi und Wernt Grimm und Bruno Müller)

Wer die wechselvolle Geschichte der Kasseler Rosen gelesen hat und den landschaftlich reizvollen Rahmen des Parkes Wilhelmshöhe kennt, wird verstehen, dass  den Kasseler Rosenfreunden die Wiedererweckung der Rosentradition ein Anliegen wurde.
Anstöße gab auch der Wunsch, für die Bundesgartenschau 1981 anlässlich des Rosenkongresses des Vereins Deutscher Rosenfreunde (heute Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde) einen Beitrag zu leisten. Die Rosenfreunde stellten sich 1977 die Aufgabe, die alten Rosen des 18. Jahrhunderts, die einmal hier standen und noch auffindbar sind, wieder zu sammeln. Zugleich wollten Sie das Werk des Malers Salomon Pinhas bekannt machen und versuchen, anknüpfend an den historischen Rosenbestand die Entwicklung der Strauchrosen-Zucht durch Bepflanzungsbeispiele mit Wildrosen, ihren Kreuzungen und alten Gartenrosen sowie neueren Parkrosen nachzu-vollziehen. Es war nicht einfach, diese Vorstellungen in die Tat umzusetzen. Die Verwaltung der staatlichen Schlösser und Gärten in Bad Homburg musste von der Bedeutung der Aufgabe und der Ernsthaftigkeit der Rosenfreunde überzeugt werden. Der Park Wilhelmshöhe stellt ein historisches Denkmal dar, das in seinem Stil erhalten werden sollte. Die Kunst des „englischen“ Gartens unterlag sehr festen Stilregeln. Im 18. Jahrhundert hatte man mit Hilfe von Militäreinsätzen und Hand- und Spanndiensten heute kaum mehr vorstellbare Erdbewegungen durchgeführt und Baumgruppen gepflanzt, um dem Stilwillen der Zeit entsprechende Gartenräume zu schaffen. Zusätzlich wurden Wasserspiele angelegt, um auf kleinem Raum – verbunden mit einer romantisch anmutenden Architektur – die Schönheiten der Natur einzufangen. Die Gartenräume mit dem vielfältigen dendrologischen Pflanzenbestand sollten den Besucher mit immer neuen An- und Ausblicken gefangen nehmen. Rosen gehörten in den englischen Vorbildern für den Landschaftsgarten ursprünglich nicht zum Stilkonzept. Sie stellten aber nachweisbar eine Wilhelmshöher Besonderheit dar. Die Gestaltung eines „englischen“ Landschaftsparks gelang in Weißenstein-Wilhelmshöhe unter Nutzung der Landschaft und der vorherigen barocken Anlage so gut, dass der heutige Besucher die Parklandschaft nicht als künstlich modelliert empfindet.
Die Staatliche Verwaltung, der die originale Wahrung des geschichtlichen Kulturerbes unterlag, war zunächst misstrauisch. Es gelang aber, anhand der historischen Unterlagen die Verantwortlichen von der in der „englischen“ Landschaftsarchitektur einmaligen Bedeutung der Rosen im dendrologischen Bestand des Landschaftsparks Weißenstein-Wilhelmshöhe zu überzeugen. Um einen Gestattungsvertrag abschließen zu können, musste der Freundeskreis Kassel des Vereins Deutscher Rosenfreunde als Vertragspartner für die Verwaltung im Jahr 1977 einen Verein Roseninsel Park Wilhelmshöhe gründen. In diesem Vertrag wurde vereinbart, dass die Vereinsmitglieder  in den von der Verwaltung festgelegten Bereichen auf der „Roseninsel“ und um diese herum „im Sinne des Vorhabens und des Gartenstiles“ Strauchrosen pflanzen durften. Es sollte kein Rosarium oder geschlossener Rosengarten entstehen, sondern die Parkrosen sollten sich, wie die Rosensammlung im 18. Jahrhundert, dem einzigartigen Charakter des Landschaftsparks anpassen. Gemeinsam mit der Gartenverwaltung und deren Leiter Hermann Mielke wurde ein Pflanzplan entworfen. Im Frühjahr 1978 pflanzten die Vereinsmitglieder die ersten Rosen.
Bis zum Jahre 1989 waren 1600 Strauchrosen von mehr als 900 verschiedenen Arten und Sorten gepflanzt. Die Rosen verteilen sich in die bei der Anlage des Landschaftsgartens entstandenen Gartenräume um die Roseninsel in 18 Quartiere. Die Standorte an den Teichen und Wasserläufen, die meist Baumdruck von unten und oben erfahren, und die sehr unterschiedlichen Bodenverhältnisse erweisen sich nicht gerade rosengünstig. Die Rosen passen sich aber sehr gut in die Parklandschaft ein.
Insgesamt entstanden stattliche Sammlungen von europäischen, asiatischen und amerikanischen Wildrosen mit ihren Hybriden. Reichlich vertreten sind die Pimpinellifolien-Rosen mit den aus ihnen entwickelten Gartenformen der Burnet-Rosen und der Kordesschen „Frühlingsrosen“, die R.rubiginosa- und R.rugosa-Hybriden, die alten Gartenrosen und die öfterblühenden Lambertiana-Rosen. Gesammelt wurden Züchtungen des österreichisch-ungarischen Rosenliebhabers Rudolf Geschwind.
Der Verein gab eine Begleitschrift (Rosenführer) über Geschichte, Botanik und Bestand der aufgepflanzten Rosen heraus, deren vierte Auflage 1996 erschien.
Die Mitglieder des Vereins sind bestrebt, mit Unterstützung der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten in Hessen (seit 2007 Museumslandschaft Hessen Kassel) und ihrer örtlichen  Gartenverwaltung die in ganz Europa gesammelten Rosen im Bestand weiter zu erhalten und zu pflegen.


Anhang:
Quellen zur Geschichte der Rosensammlung:

Es sind hier die im Text zitierten und bei der Zusammenstellung benutzten Quellen aufgeführt. Soweit die Bücher nicht mehr im Buchhandel erhältlich sind, ist hinter das Erscheinungsjahr ein (N) gesetzt. Die in der Universitätsbibliothek Kassel, Landesbibliothek und Murhard'schen Bibliothek der Stadt Kassel und in der Bibliothek der Staatlichen Kunstsammlungen Wilhelmshöhe vorhandenen Bücher sind mit einem (K) gekennzeichnet.
  • Aufklärung und Klassizismus in Hessen-Kassel unter Landgraf Friedrich II. 1760-1785. Ausstellungskatalog Orangerie 7.7. bis 7.10.1979. (K)
  • Verzeichnis der Bäume und Sträucher, die in der Baumschule zu Napoleonshöhe verkauft werden. Cassel 1811. (N) (K)
  • Verzeichnis von den zu Wilhelmshöhe im Freien und in den Gewächs-Häusern befindlichen Bäumen, Gesträuchen, Pflanzen. Cassel 1819. (N)
  • Verzeichnis der Zierbäume und Sträucher, welche in den kurfürstlichen Baumschulen zu Wilhelmshöhe befindlich ... sind. Cassel 1851. (N) (K)
  • Becker, W. Gl.: Taschenbuch für Gartenfreunde. Weimar 1783. (N) (Württembergische Landesbibliothek) Enthält ältestes Verkaufsverzeich­nis der Baumschule Weißenstein (ohne Rosen).
  • Böttger, Dr. Christ. Henrich: ... Verzeichnis derjenigen fremden und einheimischen Bäume und Stauden, welche in den angelegten englischen Parks und Gärten des Fürstlichen Lustschlosses Weißenstein dermalen befindlich sind. Cassel 1777. (N) (K)
  • Döll, Wilhelm: Der Rosen-Garten nach W. Paul's "The Rose-Garden". Leipzig 1855 (Reprint 1978 Frick, Moos / Bodensee)
  • Erben, Joh.: Systematisches Verzeichnis aller bis jetzt bekannten, selbst der allerneusten Rosen. Essen 1823 (N)
  • Freiherr von Günderode: Briefe eines Reisenden über den gegenwärtigen Zustand von Cassel. Cassel 1781 (N)
  • Heidelbach, Paul: Die Geschichte der Wilhelmshöhe. Leipzig 1909 (N) (K)
  • Hennebo, Dieter / Hoffmann, Alfred: Geschichte der deutschen Garten­kunst. Hamburg 1963 (K)
  • Hirschfeld, C. C. L.: Theorie der Gartenkunst. Leipzig 1779 (K) (Reprint 1973 Georg Olms Verlag, Hildesheim)
  • Hoffman, A., Mielke, H., Dippel, G.: Amtl. Führer Bergpark Wilhelmshöhe, Bäume und Sträucher. Bad Homburg 1978.
  • Holtmeyer, A.: W. Strieders Wilhelmshöhe. Marburg 1913 (N) (K)
  • acob, Anny, Grimm, Hedi und Wernt, Müller, Bruno: Alte Rosen und Wildrosen. Ulmer, Stuttgart 1990
  • Kessler, H. F.: Landgraf Wilhelm IV. von Hessen als Botaniker. Prog. der Realschule Cassel 1859. (N) (K)
  • Krüssmann, Gerd: Rosen, Rosen, Rosen. Unser Wissen über die Rose. Parey, Berlin und Hamburg 1974.
  • Lawrence, M.: A collection of roses from nature. London 1799. 91 Tafeln. (N) (Universitätsbibliothek Göttingen)
  • Lejeune, Servais: Rosenalmanach 1979-80. Rosen in Kassel. Die Rosen­sammlung von Wilhelmshöhe (W. Grimm) und die Perle von Weißen­stein in alten Katalogen und Verzeichnissen.(Lejeune) Weiland, Lübeck 1980
  • Lejeune, Servais: Rosenbücher mein Steckenpferd. Weiland, Lübeck 1978
  • Mönch, Conrad: Verzeichnis ausländischer Bäume und Stauden des Lust­schlosses Weißenstein bey Cassel. Frankfurt/M. und Leipzig 1785 (N) (K)
  • Nickels, C.: Cultur, Benennung und Beschreibung der Rosen. Preßburg 1845 (Reprint 1976 Frick, Moos / Bodensee)
  • Nietner, Th.: Die Rose, ihre Geschichte, Arten, Kultur und Verwendung nebst einem Verzeichnis von 5 000 beschriebenen Gartenrosen. Berlin 1880. (Reprint 1983 Frick, Moos / Bodensee)
  • Paetow, Karl: Klassizismus und Romantik auf Wilhelmshöhe. Kassel 1929. (N) (K)
  • Pinhas, Salomon: 134 Aquarelle Rosensammlung Wilhelmshöhe 1815. (Unveröffentlicht, gebunden in der Schloßbibliothek Wilhelmshöhe. 12 seiner Rosen zeigt der Kalender der Hess. Allgemeinen Zeitung, Kassel, 1981)
  • Redouté, P. J.: Les Roses. 3 Bd. Paris 1817-1824. (N) Reprints in verschiedenen Teilveröffentlichungen und insgesamt in Belgien. (Die Rosenbilder von Redouté wurden 1980 - leider ohne den Text von Thory - in den Bibliophilen Taschenbüchern bei der Harenberg Kommunikation, Dortmund, herausgegeben.)
  • Rössig, D. C. G.: Die Rosen nach der Natur gezeichnet und coloriert mit kurzen botanischen Bestimmungen. Leipzig 1826. (N) (Universitäts­bibliothek Göttingen) (Enthält Bilder und Hinweise auf zwei in Kassel entstandene Rosen.)
  • Ausschnitt aus Krünitz Encyklopaedie: Die Rose. Berlin 1819 (K) (Reprint 1979/80 Weiland, Lübeck. Enthält Hinweise auf Kasseler Rosen.)
  • Der Rosenbogen. Vierteljahreszeitschrift des Vereins Deutscher Rosen­freunde e.V., Baden-Baden, Heft 3/79 S. 36 Hedi Grimm: Die Strauchrosenpflanzung im Park Wilhelmshöhe. Heft 4/80 Hedi und Wernt Grimm: Die Rosenaquarelle von Salomon Pinhas.
  • Rosenverzeichnis Rosarium Sangerhausen, 3. Auflage (Nicht nur ein Führer durch das Rosarium sondern ein Sortenlexikon.)
  • Schelhase, August, Handelsgärtner vor Cassel, Verzeichnis seines Pflanzenangebotes 1808, 1825 und 1831. (N) (Gartenbaubücherei Berlin)
  • Wilde, Julius: Kulturgeschichte der Sträucher und Stauden. Speyer 1947. (K)
  • Willmott, Ellen: The Genus Rosa, London 1914 (N) (Gartenbaubücherei Berlin und die Herausgeber)
  • Wrede, E. Ch. C.: Verzeichnis meiner Rosen nach einer genauen systematischen Bestimmung. Braunschweig 1814 (N) (Leipzig)



Bildnachweis

Aufgelistet nach Abbildungsnummer:
  • Rosa canina
  • Wilhelm IV. von Hessen-Kassel, gen. „der Weise“.(*24. Juni 1532 in Kassel; †25. August 1592) war Landgraf von Hessen-Kassel von 1567 bis 1592. Wilhelm war ein großer Förderer der Naturwissenschaften und selbst bedeutender Astronom.
  • Landgraf Moritz von Hessen-Kassel, gen. „der Gelehrte“ (* 25. Mai 1572 in Kassel; †15. März 1632 in Eschwege) regierte Hessen-Kassel von 1592 bis 1627.
  • Jan van Nickelen, Blick auf das Oktogon und das Wassertheater mit Artischockenbecken. Das Gemälde zeigt das Oktogon mit der nachträglich aufgesetzten Pyramide und dem Herkules.
  • Landgraf Karl von Hessen-Kassel (*3. August 1654 in Kassel; †23. März 1730 in Kassel) war von 1670 bis zu seinem Tode Landgraf von Hessen-Kassel. Bis 1675 regierte seine Mutter Hedwig Sophia von Brandenburg als Vormund.
  • Friedrich II. (*14. August 1720 in Kassel; †31. Oktober 1785 in Schloss Weißenstein, Kassel) war Landgraf von Hessen-Kassel. Er war der erste und einzige Landesfürst Hessen-Kassels nach der Reformation, der zum katholischen Glauben übertrat. Bekannt wurde er als erster Fürst der Aufklärung in Hessen, aber auch durch den Soldatenhandel im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.
  • Johann Heinrich Tischbein d.Ä. Schloss und Park Weißenstein von Südwesten, 1766, Museum Schloss Fasanerie
  • Carl Ferdinand Bosse, Plan von Weißenstein, 1776 aquarellierte Federzeichnung, Techn. Universität Berlin
  • Ausschnitt von: Carl Ferdinand Bosse, Plan von Weißenstein, 1776 aquarellierte Federzeichnung, Techn. Universität Berlin
  • Lavierte Federzeichnung, Der Rosengarten zu Weißenstein, Lageplan um 1780, Stiftung Preußische Schlösser und Gärten
  • Kurfürst Wilhelm I. von Hessen-Kassel (* 3. Juni 1743 in Kassel; †27. Februar 1821) war als Wilhelm IX. ab 1760 Graf von Hanau, ab 1764 regierte er dort selbst, 1785 wurde er regierender Landgraf von Hessen-Kassel und ab 1803 dort Kurfürst, nunmehr als Wilhelm I.
  • Johann Heinrich Tischbein d.Ä., Schloss Wilhelmshöhe – Weißensteinflügel, Lac mit Strauchrosen im Tal der Flora, 1786; mhk.
  • Johann Heinrich Bleuler, Schloss Wilhelmshöhe, Lac mit Roseninsel 1816 ; mhk.
  • Blatt 63 aus Salomon Pinhas, Rosensammlung zu Wilhelmshöhe: Rose Perle de Weissenstein
  • Titelblatt zu: Rosensammlung zu Wilhelmshöhe, Nach der Natur gemalt von Salomon Pinhas, 1815

  • Jerome Bonaparte, König von Westfalen und seine Frau Katharina von Württemberg residierten in Kassel – Napoleonshöhe.
  • Brief Catharinas von Westfalen an ihre Schwägerin, die Kaiserin Joséphine, datiert Kassel, 5. November 1809
  • Jean Louis Victor, Kaiserin Joséphine mit ihren Hofdamen. Ausschnitt aus „Die Rose von Malmaison“, gemalt um 1867
  • Kurfürst  Wilhelm II. (*8. Juli 1777; †20. November 1847 in Frankfurt am Main) war von 1821 bis zu seinem Tode Kurfürst von Hessen.
  • Plan von Wilhelmshöhe bei Kassel, 1810